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Informationen

Zuschuss kann bei Agentur für Arbeit beantragt werdenBerufsausbildungsbeihilfe: Finanzielle Unterstützung in der Ausbildung

WS 11.02.2026 KV Schaumburg

Ob Miete, Lebensmittel oder Fahrten nach Hause: Wenn die Vergütung während der Ausbildung nicht ausreicht, um anfallende Kosten zu decken, kann unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Alles Wichtige zu dem Zuschuss und den geltenden Bedingungen erklärt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Ort.

Auszubildende können unter Umständen in Form von der sogenannten Berufsausbildungsbeihilfe finanzielle Unterstützung von der Agentur für Arbeit erhalten. Als wichtige Voraussetzung für diesen Zuschuss muss eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert werden. Gleichzeitig muss entweder der*die Auszubildene über 18 Jahre alt oder verheiratet sein, die Entfernung zwischen Ausbildungsbetrieb und Elternhaus zu groß sein, um zu Hause wohnen zu können, oder ein Kind mit in der eigenen Wohnung leben. „Darüber hinaus kann die Berufsausbildungsbeihilfe auch im Falle einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme oder einer Assistierten Ausbildung bezogen werden. Ein Anspruch auf diesen Zuschuss besteht allerdings nicht bei einer schulischen Ausbildung etwa zum*zur Physiotherapeuten*Physiotherapeutin oder wenn bereits vergleichbare Leistungen wie beispielsweise Bürger- oder Wohngeld bewilligt wurden“.

 

Bei der Entscheidung über einen Antrag berücksichtigt die Agentur für Arbeit unter anderem die Höhe der Ausbildungsvergütung, das Einkommen von Eltern sowie Ehe- oder Lebenspartner*innen, geltende Freibeträge und benötigte Zusatzbedarfe, etwa wegen einer Behinderung. „Eine Bewilligung erfolgt üblicherweise zunächst für 18 Monate. Anschließend kann ein Antrag auf Weiterbewilligung gestellt werden“.

 

Weitere Fragen rund um die Berufsausbildungsbeihilfe und andere Unterstützungsleistungen beantworten die Berater*innen des SoVD-Beratungsdienstes in Stadthagen (s. "Unsere Beratung").


WIR SCHAFFEN SICHERHEIT - Die kompetente SoVD-Beratung

Der SoVD sorgt jeden Tag dafür, dass Menschen sich gut aufgehoben und beraten fühlen. Mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 60 Beratungszentren in ganz Niedersachsen unterstützen Ratsuchende durch ihr Wissen, ihre Expertise und ihren Einsatz und verhelfen ihnen zu ihrem Recht.

Wir unterstützen Sie in den Bereichen

Und das mit großem Erfolg: 2025 haben wir mehr als 30 Millionen an einmaligen Zahlungen für unsere Mitglieder erstritten. Wir helfen, wenn es um das Ausfüllen von Anträgen geht, wenn Widerspruch eingelegt oder Klage eingereicht werden muss.

Der SoVD sorgt jeden Tag dafür, dass Menschen sich gut aufgehoben und beraten fühlen. Mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 60 Beratungszentren in ganz Niedersachsen unterstützen Ratsuchende durch ihr Wissen, ihre Expertise und ihren Einsatz und verhelfen ihnen zu ihrem Recht.


SoVD Schwarzbuch 2025

Habt ihr schon gehört?

Das SoVD Schwarzbuch 2025 des Landesverbandes Niedersachsen ist da.

Für die soziale Gerechtigkeit sind wir permanent im Einsatz für unsere Mitglieder.

Wir haben über 20 Fälle zusammengetragen, die die Probleme bei Rente, Pflege, Behinderung und Co. deutlich machen und zeigen, wie Behörden sowie Kranken- und Pflegekassen mit unseren Mitgliedern umgehen. Unfaire Entscheidungen sind dabei keine Seltenheit.

Die Ausgabe als PDF-Datei und eine Pressemitteilung findet ihr auf der Website www.sovd-nds.de Aktuell.


Breite Zustimmung zur Pflege-BürgerversicherungSoVD-Umfrage: Pflegende Angehörige brauchen mehr Hilfe

04.12.2025 LV Niedersachsen Hannover

Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeigt: Fast 80 Prozent der Befragten in Deutschland finden, dass die staatliche Unterstützung für pflegende Angehörige unzureichend ist. Für Niedersachsen hat dieses Ergebnis besondere Bedeutung, da etwa 85 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen zuhause versorgt werden. Der SoVD in Niedersachsen fordert deshalb von der Landesregierung, ambulante Pflegedienste nachhaltiger zu finanzieren und pflegende Angehörige spürbar zu entlasten

Immer mehr Menschen in Niedersachsen werden im Pflegefall zuhause betreut. Meistens, weil sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben möchten, häufig aber auch, weil ein Platz im Pflegeheim zu teuer ist. Die Pflege wird dann in erster Linie von Angehörigen übernommen. „Sie sind der größte Pflegedienst Deutschlands, bekommen aber viel zu wenig Unterstützung“, stellt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, fest. Das bestätige auch die Befragung, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Verbands durchgeführt hat. „Die Zahlen machen deutlich, dass sich pflegende Angehörige von der Politik im Stich gelassen fühlen. Es fehlt an Wertschätzung und Entlastung“, so Swinke weiter. Das könne nicht so weitergehen, die Politik müsse die Notbremse ziehen. Aus SoVD-Sicht sind vor allem eine Stärkung und eine nachhaltige Finanzierung von ambulanten Pflegediensten nötig, da sie wesentlich zur Entlastung der Angehörigen beitragen. „Außerdem muss die Landesregierung für mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote direkt vor Ort sorgen“, fordert der Vorstandsvorsitzende. Besonders wichtig sei es aber, dass sich das Land auf Bundesebene für eine Pflegevollversicherung, die alle Leistungen übernimmt, die Einführung eines Familienpflegegelds und für eine Pflege-Bürgerversicherung, in die alle einzahlen, einsetzt. Letztere wird auch von rund 80 Prozent der Befragten der SoVD-Erhebung positiv gesehen. Civey hat für den Sozialverband Deutschland vom 2. bis zum 16. Oktober 2025 online 2.500 Bundesbürger*innen ab 18 Jahren und 500 Personen, die eine*n Angehörige*n pflegen, befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,5 Prozentpunkten (Gesamtbevölkerung) und 9,1 Prozentpunkten (pflegende Angehörige) beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier: civey.com/unsere-methode.


Inhalte der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender MenschenDer SoVD Sozialverband Deutschland KV Schaumburg wird Unterstützer der Charta

Der SoVD hat am 08 September 2019 durch den 1. Vorsitzenden Herrn Hans-Dieter Brand erklärt, die Ziele in Deutschland mitzutragen und zu unterstützen.

Der SoVD Ortsverband Obernkirchen bekundet damit die Bereitschaft, sich im Sinne der Charta für die Verbesserung der Situation schwerstkranker und sterbender Menschen, ihrer Familien und der ihnen nahestehenden einzusetzen und auf dieser Grundlage für die Einlösung ihrer Rechte einzutreten.

 


Mit dem Rollator wieder sicher unterwegsDas richtige Handling mit dem Rollator

Ein Rollator oder Gehwagen ist eine fahrbare Gehhilfe, die aus einem mit Rädern versehenen Stützgestänge besteht.


Funktion und Aufbau

Der Rollator dient gehbehinderten, körperlich schwachen oder unsicheren Personen als Stütze und Gehhilfe. Teilweise besteht nur eine Indikation für den vorübergehenden Einsatz während einer begrenzten Zeit, etwa nach einem Beinbruch oder vor und nach einer Hüftgelenksoperation.

Auf was muss ich beim Kauf eines Rollators achten?

Beim Rollatorkauf sollten Sie auf die korrekte Griffhöhe (Handgelenkshöhe), den Einsatzort (innen/außen), die Handhabung (Wendigkeit, Gewicht, Faltmechanismus) sowie die Sicherheit (Bremsen, Bereifung, Stabilität) achten. Eine individuelle Beratung und eine Testfahrt sind entscheidend, um sicherzustellen, dass der Rollator den eigenen Bedürfnissen entspricht.  

Wichtige Kaufkriterien

  • Griffhöhe und Sitzhöhe:

    • Lassen Sie sich die richtige Höhe von einem Fachmann einstellen, um eine gesunde Haltung zu gewährleisten. 
    • Die korrekte Griffhöhe entspricht Ihrer Handgelenkshöhe im Stehen. 
    • Die Sitzhöhe sollte so gewählt sein, dass Sie bequem sitzen und mühelos wieder aufstehen können (Faustregel: Abstand Fußboden bis zur Mitte der Kniescheibe). 
  • Einsatzort:

    • Innen: Kleinere Räder sind wendiger für enge Räume. 
    • Außen: Größere Räder sind besser für unebenes Gelände und längere Strecken. 
  • Handhabung:

    • Faltmechanismus: Achten Sie auf einen leichten und sicheren Faltmechanismus. Modelle, die sich längs falten lassen, sind oft stabiler. 
    • Gewicht: Ein leichter Rollator ist einfacher zu handhaben. 
    • Wendigkeit: Das Modell sollte sich leicht lenken lassen, um schnelle Richtungswechsel zu ermöglichen. 
  • Sicherheit:

    • Bremsen: Prüfen Sie, ob die Bremshebel gut erreichbar sind und sich leicht betätigen lassen. Eine Schleifbremse bietet zusätzliche Sicherheit auf Gefällstrecken. 
    • Bereifung: Achten Sie auf passende und abgenutzte Reifen. Große Räder sind geländetauglicher. 
    • Stabilität: Der Rollator sollte auch unter Beladung stabil sein. Achten Sie auf die vom Hersteller angegebene Höchstzuladung. 
  • Ausstattung und Zubehör:

    • Überlegen Sie, welche zusätzlichen Funktionen Sie benötigen, z. B. eine Tasche, einen Stockhalter oder eine Rückenlehne. 
    • Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Modelle bezuschusst werden und wie die Kostenübernahme geregelt ist. 

Tipps

  • Probieren Sie den Rollator ausgiebig aus, idealerweise bei einem längeren Spaziergang, um sicherzugehen, dass er gut zu Ihnen passt.
  • Nehmen Sie einen Bekannten mit, der Sie beim Kauf unterstützt.
  • Lassen Sie sich die Handhabung, insbesondere das Bremsen und Falten, vom Fachpersonal zeigen. 

Was sind Hörgeräte und Hörhilfen?Kauf und Anwendung von Hörgeräten

Laut dem Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes ist eine Hörhilfe eine technische Lösung, die angeborene oder erworbene Schwerhörigkeit weitgehend ausgleichen soll. Dazu verstärken und modulieren Hörgeräte ein akustisches Signal vor dem eigentlichen Sinnesorgan des Ohres, dem Innenohr.

Es gibt verschiedene Formen von Hörgeräten. Sie ermöglichen Betroffenen, wieder aktiv an ihrem sozialen Leben teilzunehmen.

Wie funktioniert ein Hörgerät?

Jedes Hörgerät besteht aus einem Mikrofon, einem Verstärker und einem Lautsprecher. Das kleine Richtmikrofon nimmt den Schall auf, wandelt ihn in elektrische Impulse um und schickt sie an den Verstärker, der die akustischen Signale verstärkt. In digitalen Hörgeräten übernimmt diese Aufgabe ein Computer-Chip. Er verstärkt genau die Töne, die der Träger nicht mehr gut wahrnimmt und filtert beispielsweise Störgeräusche heraus. Das Ergebnis leitet er dann in den Lautsprecher, der den modulierten Ton an das Innenohr weitergibt. Von dort gelangen die Signale ins Gehirn.

Für wen eignen sich Hörgeräte?

Ein Hörgerät eignet sich für jeden, der schwer hört. Das betrifft in Deutschland immerhin jeden Fünften. Je älter die Betroffenen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Hörminderung im Alter.

Wichtig ist, dass die Hörhilfe auf die individuellen Bedürfnisse des Trägers abgestimmt wird. So stellt etwa ein Sportler andere Anforderungen an sein persönliches Hörgerät als ein älterer Mensch, der das Hörgerät überwiegend zum Fernsehen zuhause benutzt.

Leider fällt es immer noch vielen Menschen schwer zu akzeptieren, dass sie ein Hörgerät bräuchten. Dabei sind die modernen Mini-Hörgeräte und -hilfen längst so klein und doch so leistungsfähig, dass sie kaum mehr auffallen.

Anzeichen dafür, dass Sie eine Altersschwerhörigkeit haben, können zum Beispiel sein:

  • Bei lauten Hintergrundgeräuschen fällt es Ihnen schwer, Gesprochenes zu verstehen.
  • Sie müssen im Gespräch immer wieder nachfragen.
  • Sie haben den Eindruck, Ihr Gegenüber würde nuscheln oder undeutlich sprechen.
  • Sie nehmen leise, hohe Geräusche wie Vogelgezwitscher nicht mehr wahr.
  • Sie überhören immer häufiger die Türklingel oder das Telefon.
  • Sie müssen Ihren Fernseher lauter stellen als früher.

Preise für Hörgeräte: Was kostet eine Hörhilfe?

Die Preise für Hörgeräte reichen von etwa 500 Euro bis hin zu mehreren tausend Euro. Schließlich beinhaltet manches Mini-Hörgerät komplexe Computertechnik.

In der Regel lässt sich sagen: Teure Hörhilfen können meist mehr als preiswerte Geräte. Sie sind außerdem oft kleiner und unauffälliger in ihrer Optik. So sind Hörgeräte hinter dem Ohr in der Regel preiswerter als Hörgeräte im Ohr.

Machen Sie sich am besten vor Ihrem Besuch beim Hörgeräteakustiker schon einmal Gedanken darüber, was Ihnen besonders wichtig ist und auf welche Extras Sie verzichten können.

Hörgeräte: Kostenübernahme der Krankenkasse

Hörgeräte gehören zu den anerkannten Hilfsmitteln und sind im Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittelkatalog gelistet. Das bedeutet, dass die gesetzlichen und privaten Krankenkassen gemäß § 33 des SGB V die Kosten bezuschussen.(4) Voraussetzung dafür ist eine Hörgeräte-Verordnung, die Sie vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt erhalten, sofern ein Hörverlust von mindestens 30 Dezibel vorliegt.

Meist schließen die Krankenkassen Verträge mit qualifizierten Hörgeräte-Herstellern ab. Wie hoch der erstattungsfähige Betrag sein darf, hat allerdings der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen bestimmt. Demnach liegt dieser Festbetrag für eine einohrige Hörgeräteversorgung mit Otoplastik brutto bei bis zu 964,50 Euro, für beide Ohren bei 1.603,81 Euro.(5)

Auf dieser Grundlage werden die Kosten für ärztlich verordnete und medizinisch notwendige Hilfsmittel bis zur Höhe des vereinbarten Preises übernommen. Auch die Kosten für die Nachbetreuung und Reparatur der Hilfsmittel trägt in der Regel die Krankenkasse.

Die gesetzliche Zuzahlung, die Sie zu leisten haben, beträgt zehn Prozent des Abgabepreises, höchstens aber zehn Euro pro Hörgerät. In der Regel haben Sie als Versicherter alle sechs Jahre Anspruch auf einen weiteren Zuschuss von Ihrer Krankenkasse für eine neue Hörhilfe.

Ein Angebot von pflege.de


SoVD empfiehlt, sich frühzeitig zu informieren und vorzusorgenPatientenverfügung und Vorsorgevollmacht

WS 10.11.2025 KV Schaumburg

Ist man plötzlich nicht mehr in der Lage, die eigenen Wünsche zu äußern, ist es wichtig, rechtzeitig vorgesorgt und diese festgehalten zu haben. 

In einer Patientenverfügung werden Regelungen zur gewünschten medizinischen Versorgung für den Fall festgehalten, dass der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann. Ebenso ermöglicht eine Vorsorgevollmacht, dass Personen des Vertrauens im eigenen Sinne Angelegenheiten regeln und Entscheidungen treffen können, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.  


Ausgestellt wird der Rentenausweis bei Beginn der RentenzahlungDer Rentenausweis bietet Vergünstigungen im Alter

WS 28.10.2025 KV Schaumburg

Ein Rentnerausweis ist ein offizielles Dokument der Deutschen Rentenversicherung im Scheckkartenformat, das den Bezug einer gesetzlichen Rente nachweist und für Vergünstigungen berechtigt. Er wird automatisch zusammen mit dem Begrüßungsschreiben an Neurentner verschickt, muss also nicht beantragt werden. 

 


Wie informieren sich Patienten?Dr. Google, wie schlimm ist?

WS 10.11.2025 KV Schaumburg

Immer mehr Menschen suchen bei gesundheitlichen Problemen Hilfe im Internet statt beim Arzt. Das stellt die Beziehung zwischen Medizinern und Patienten zwar auf die Probe, doch damit lässt sich ein gesunder umgang finden.Viele Menschen in Deutschland nutzen das Internet, um sich über Symptome, Diagnosen oder verschriebene Medikamente zu informieren. 67 Prozent gehen im Anschluss an einen Arztbesuch online, um zusätzliche Infos zu recherchieren. Im vergangenen Jahr waren es noch 61 Prozent.

 

Das bewirken verständliche Informationen

Viele Patienten möchten ihre Diagnosen verstehen. Sie müssen sich für oder gegen bestimmte Behandlungen entscheiden. Sie wollen wissen, wie bestimmte Medikamente einzunehmen sind und auch wie sie wirken und weshalb sie eingenommen werden müssen. Sie möchten Entlassbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt verstehen oder die Erkrankungen und Behandlungen von Angehörigen nachvollziehen.

 

Dafür sind verständliche Informationen wichtig!

 

Denn Patienten, die ihre Erkrankung verstehen, …

 

können ihren Ärzten die richtigen Fragen stellen

können bewusste Entscheidungen treffen (z.B. für oder gegen eine Operation)

entwickeln keine unnötigen Ängste oder werden von diesen befreit

halten sich eher an die vom Arzt verordnete Therapie (z.B. regelmäßige und korrekte Medikamenteneinnahme, Anpassung von Gewohnheiten und Lebensumständen wie Sport oder Ernährung)

verhalten sich insgesamt gesundheitsbewusster

erlangen eine höhere Gesundheitskompetenz und können damit zu Experten der eigenen Gesundheit werden

 


Psyche und Körper beeinflussen sich bei Magen-Darm-Erkrankungen gegenseitigKörper und Seele

WS 15.11.2025 KV Schaumburg

Reha, wo du willst! Im Reha-Zentrum Bad Brückenau gehören Psychologie und Gastroenterologie zusammen. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können psychische Ursachen haben oder psychische Probleme auslösen.

Riecht man etwas? Kann ich noch gefahrlos aus dem Haus? Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts gehen häufig mit Durchfällen, Inkontinenz und Schmerzen einher. Scham, Ängste, gedrückte Stimmung und ein negatives Selbstbild sind nicht selten die Folge. „Für die meisten sind Magen-Darm-Erkrankungen eine schwere Herausforderung“, sagt Ralph-Michael Karrasch, Chefarzt für den Bereich Psychosomatik im Reha-Zentrum Bad Brückenau Klinik Hartwald. Hier werden Psychologie und Gastroenterologie zusammengedacht. „Wir haben Rehabilitanden, bei denen eine Erkrankung des Magen-Darm-Trakts psychische Probleme ausgelöst hat“, erklärt Karrasch. „Und auch umgekehrt: Psychische Erkrankungen können massive Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verursachen.“ In Bad Brückenau besteht deshalb die Möglichkeit zu einer fünfwöchigen „dualen Reha“: für Körper und Seele.

Das Rehazentrum in Bad Brückenau ist eine von rund 100 Kliniken der Deutschen Rentenversicherung. Aufgrund des Wunsch- und Wahlrechts können Rentenversicherte mitbestimmen, in welcher Klinik sie ihre Reha verbringen. Bad Brückenau beispielsweise ist ein bayerisches Staatsbad mit interessanter Bäderarchitektur in der wunderschönen Landschaft der Rhön.

„Wir erleben häufig, dass Menschen sich wegen ihrer Erkrankung sozial isolieren und am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen“, erklärt Donat Sammer, Kaufmännischer Direktor der Klinik. Sie fragen sich, ob sie ihrer Arbeit noch nachgehen, sich mit Freunden treffen oder in den Urlaub fahren könnten.

Viel Fachwissen unter einem Dach

Da in einer Reha viel Expertise unter einem Dach versammelt ist, können Betroffene nicht nur medizinisch viel lernen, sondern sich auch untereinander austauschen; Gruppen- und Einzeltherapie helfen, Angstgruppen und Entspannungsübungen ebenfalls.

Vor allem aber könne man sich mit weniger Druck in der Öffentlichkeit ausprobieren, betont Sammer. Manche müssten sich etwa nach einer Operation an einen künstlichen Darmausgang gewöhnen. Wenngleich die Anfangsphase nach einem solchen Eingriff herausfordernd ist: Eine Rehabilitation ermutigt die Patienten, Alltag und Beruf wieder zu meistern und eine gute Lebensqualität zu erreichen.

Quelle: zukunft jetzt -  Das Magazin der Deutschen Rentenversicherung Ausgabe 4/25